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11.05.2026 – Regionalverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland

Wie entstehen Fach- und Patient*innen-Flyer eigentlich? – Ein Blick hinter die Kulissen

Unsere Kollegin Marisa Hoffmann aus dem Referat Bildung und Wissenschaft von Physio Deutschland erklärt im Interview, wie fachliche Flyer entstehen, welche Stellen beteiligt sind und warum diese Art von Informationen für Physio Deutschland eine relevante Säule der Kommunikation ist.

Welche Flyerarten erstellt Ihr denn im Referat?

Wir im Referat Bildung und Wissenschaft von Physio Deutschland koordinieren die Erstellung der Evidence goes Practise-Flyer (EgP), der Wissen für die Praxis-Flyer und auch die Flyer für Patient*innen zu ausgewählten Krankheitsbildern.

   

Wie entsteht beispielsweise ein Evidence goes Practice-Flyer bei Physio Deutschland – von der Idee bis zur Veröffentlichung?

EgP-Flyer entstehen nach der Fertigstellung und Veröffentlichung einer medizinischen Leitlinie auf S3-Niveau, an der wir aktiv mitgearbeitet haben und in der Physiotherapie eine wichtige Rolle spielt. Wir versuchen möglichst viele Leitlinien in EgP-Flyer umzusetzen, richten uns aber auch nach der jeweiligen Relevanz im Praxisalltag. Unser Ziel: Evidenzbasiertes Wissen und daraus resultierende Empfehlungen in den physiotherapeutischen Alltag überführen. Wir wollen es den Kolleg*innen so einfach wie möglich machen, zu relevanten Diagnosen therapeutische Empfehlungen überblicken zu können. Nun aber konkret: Im ersten Schritt entwickeln wir eine Struktur, die fachlich korrekt und gut verständlich ist. Die zusammengefassten Inhalte gehen anschließend ans Layout zur grafischen Umsetzung. Feedbackrunden, Freigabeprozesse und die Veröffentlichung nach Fertigstellung gehen dabei dann Hand in Hand.

   

Wer arbeitet denn daran alles mit?

Das Referat Bildung und Wissenschaft ist hier federführend. Nach der Erstellung kontaktieren wir die Mandatsträger*innen zur Durchsicht und Bearbeitung der Inhalte. Danach geht der Flyer and die Deutsche Gesellschaft für Physiotherapiewissenschaft (DGPTW). Mit der DGPTW kooperieren wir bei den EgP-Flyern. Darüber hinaus ist unser Referat Kommunikation in den Umsetzungsprozess aktiv eingebunden.

   

Was hat es mit der Flyer-Reihe „Wissen für die Praxis“ auf sich?

Den Flyern der Serie Wissen für die Praxis liegen keine S3-Leitlinien zugrunde, sondern S1-Leitlinien und weitere relevante Literatur. Die fachlichen Erkenntnisse sind aber trotzdem für viele Kolleginnen und Kollegen relevant, so zum Beispiel zum Post Covid-Syndrom oder dem Kopfschmerz vom Spannungstyp.

   

Warum sind euch neben den fachlichen Flyern auch patient*innenorientierte Informationsmaterialien wichtig?

Gut aufbereitete Informationen unterstützen das Verständnis, nehmen Unsicherheiten, fördern die Zusammenarbeit mit Patient*innen und damit die Therapietreue (Adhärenz) in der Behandlung. Die Patient*innenflyer helfen Physiotherapeut*innen bei der Edukation von Patient*innen und bieten oftmals einen guten Einstieg in ein Patient*innen-Therapeut*innen-Gespräch.

   

Wie entscheidet ihr, welche Themen als Nächstes kommen?

Bei den EgP-Flyern orientieren wir uns an der Veröffentlichung der medizinischen Leitlinien. Bei der Wissen für die Praxis-Reihe hängt es davon ab, ob aus der Mitgliedschaft Bedarf zu einem Thema signalisiert wird. Auch bei Patient*innen-Flyern schauen wir nach der Häufigkeit im Praxisalltag, Rückmeldungen aus unseren Arbeitsgemeinschaften und von unseren Mitgliedern.

   

Welche Rückmeldungen bekommt ihr zu den Flyern?

Viele Mitglieder nutzen die Flyer-Varianten regelmäßig. Entweder zur Patient*inne-Edukation oder zum thematischen Update des Teams, sodass alle auf dem aktuellen Wissensstand arbeiten. Unsere Verbandskolleg*innen berichten uns, dass die Flyer auf Messen und Veranstaltungen sehr nachgefragt sind.

Danke für das Interview liebe Marisa und wir wünschen weiterhin viel Erfolg!

Mehr zu den Flyern von Physio Deutschland und wie ihr sie bekommt,erfahrt ihr hier...