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19.12.2017

Mehr Geld für Physiotherapeuten: Ersatzkassen und Verbände einigen sich auf Vergütungsabschluss rückwirkend zum 1. Dezember 2017

Nach einer ersten „kleinen“ Preiserhöhung zu Beginn dieses Jahres haben sich die Verbände der Physiotherapeuten (IFK, VDB, VPT und PHYSIO-DEUTSCHLAND) und die Ersatzkassen auf neue Preise geeinigt.

Rückwirkend zum 01.12.2017 gibt es mehr Geld für jede Behandlung, und ab dem 01.04.2018 (kein Aprilscherz) gibt es eine weitere automatische Steigerung.

Eine dritte Erhöhung kann es auch noch ab dem 01.10.2019 geben, dies hängt aber von der Entwicklung bei den Primärkassen (AOK, BKK, IKK und Knappschaft) in den einzelnen Bundesländern ab.

Auf die um 2,5 % angehobenen Preise kommen jetzt zum 01.12.2017 nochmals 7 % Steigerung hinzu; zum 01.04.2018 nochmals weitere 10 %.

Die ersten 20,64 % sind somit abgesichert.

Abrechnungen mit den neuen Preisen können frühestens ab dem 21. Dezember 2017 bei den Krankenkassen eingereicht werden.

Bewertung des Ergebnisses

In den nächsten Stunden und Tagen wird es losgehen. Im Internet und in anderen Diskussionsforen werden Menschen, die noch nie eine Verhandlung mit einer Krankenkasse geführt haben, mitteilen, dass dieses Ergebnis auch ihre tote Oma hätte erreichen können. Währenddessen werden die Verbandsvertreter von schwierigen Verhandlungen mit einem akzeptablen Ergebnis schreiben und berichten.

Und wir als ZVK-Nordverbund? Was schreiben wir unseren Mitgliedern?

Ganz einfach: Wir sind erstmal froh, dass diese absolut nervigen Verhandlungen nach vielen Monaten vorbei sind. Den Ersatzkassen – vorneweg der DAK – laufen die Mitglieder weg. Ihre Zusatzbeiträge sind teilweise höher als die der AOKs. Deshalb wurde schnell klar, dass die Vertreter der Ersatzkassen es insgesamt nicht mehr akzeptieren, dass sie (noch) besser bezahlen als die Primärkassen.

Und wenn die Verhandlungen im Ergebnis gescheitert wären, hätten wir ein Schiedsverfahren durchführen müssen. Und das leider gerade dann mit den Kassen, die in Norddeutschland (noch) besser zahlen als alle anderen (AOK usw.). Damit nicht genug: Über die Anpassungsregelungen der sogenannten Preisuntergrenzen benötigen wir einen Abschluss mit den Ersatzkassen, weil uns das in 2018 bei den Verhandlungen mit den Primärkassen hilft.

Deshalb sind wir froh und im Norden auch erleichtert, dass diese Kuh für 2017 und 2018 vom Eis ist – und ganz ehrlich: Mindestens 20,64 % mehr ist für jeden erstmal gut.

Die neuen Preislisten finden Sie hier zum Download.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest und einen gesunden Start ins neue Jahr!